Vorsicht vor der »Kreativität«

Vorsicht vor der »Kreativität«
Eine sonderbare Überschrift? Nein. Wenn ich mich in den analogen und digitalen Blätterwäldern umsehe, stoße ich immer wieder auf sie - die »Kreativität«, den heiligen Gral der Medienwelt. Sie wird gesucht, gefunden und steht außerhalb jeder Kritik, wobei nach Möglichkeit ihre Reinform beschworen wird. Sie gilt vielen Menschen als Schlüssel zur Ressource Aufmerksamkeit und gleichsam als goldener Weg zum Erfolg. Ist das so? Nein. »Kreativität« ist universell und wohnt so ziemlich jedem Erdenbürger inne, unabhängig von Beruf, Herkunft und sonstigen denkbaren Unterscheidungsmerkmalen. Sie ist einfach da - mal mehr, mal weniger - und schert sich nicht um Schubladen. Da sie omnipräsent, permanent verfügbar ist, wird - marktwirtschaftlich korrekt - zu immer geringeren Kursen auf sie zugegriffen. Dabei ermöglicht die Verfügbarkeit leistungsfähiger Rechner und Software eine noch schnellere »kreative« Taktung, was den Preis weiter sinken lässt und natürlich immer mehr »Kreativität« produziert, da sie in immer kürzerer Zeit visualisierbar ist. Viele verwechseln diesen Umstand mit Fortschritt, obwohl er eigentlich einen Rückschritt darstellt.

Integriert extrahiert

Integriert extrahiert
Integrierte Kommunikation - dieser Begriff geistert seit vielen Jahren mehr oder weniger gut dokumentiert duch die einschlägigen Medien und wird auch Kunden oft als Allheilmittel offeriert, was übrigens nicht stimmt. Dabei wird der Begriff oft missverstanden und zwar in der Form, dass einige Aspekte einfach keine Erwähnung finden. Zwar handelt es sich auch im Fall der Integrierten Kommunikation nicht um ein ehernes Gesetz, doch tut es gut, zu wissen, worüber man eigentlich spricht, um sich dem Thema annähern zu können, auch, wenn man unter Umständen auf einige Komponenten bewusst verzichtet. Das widerspricht sich? Nein, keineswegs. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, um einen Klassiker zu bemühen.

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